Simples Nacional oder vermuteter Gewinn: So zahlen Sie weniger Steuern
Die Eröffnung eines CNPJ in Brasilien ist nur der erste Schritt. Die wichtigste Entscheidung, die das Überleben und die Gewinnspanne Ihres Unternehmens bestimmt, kommt direkt danach: die Wahl des Steuersystems.
Die meisten neuen Unternehmer entscheiden sich aus Intuition für Simples Nacional, da sie glauben, dass der Name „Simples“ den niedrigsten Steuersatz garantiert. Allerdings kann der vermutete Gewinn, je nach Umsatz, Zuschlag zu Ihren Tätigkeits- und Lohnkosten (R-Faktor), finanziell viel vorteilhafter sein.
Der Mythos der Simples Nacional
Simples Nacional vereint die Zahlung von 8 Steuern (IRPJ, CSLL, PIS, COFINS, IPI, ICMS, ISS, CPP) in einem einzigen Leitfaden (dem DAS). Dies erleichtert die Buchhaltungsbürokratie.
Simples Nacional hat jedoch progressive Tarife. Das bedeutet, dass mit der Steigerung Ihres Umsatzes in den letzten 12 Monaten auch der Prozentsatz der erhobenen Steuern dramatisch ansteigt. Darüber hinaus beginnen bestimmte reglementierte Berufe (Ärzte, Ingenieure, Programmierer) im Allgemeinen in Anhang V und erheben eine sehr hohe Steuer von 15,5 % auf die erste tatsächliche Rechnung, es sei denn, sie wenden die R-Faktor-Regel an.
Wann lohnt sich der vermeintliche Gewinn?
Beim geschätzten Gewinn „nimmt“ der Federal Revenue Service an, wie hoch Ihre Gewinnspanne auf Grundlage Ihrer Tätigkeit ist (z. B. 32 % für die Erbringung von Dienstleistungen). Bundessteuern (IRPJ und CSLL) gelten nur für diesen Prozentsatz, während PIS, COFINS und ISS für die Gesamteinnahmen gelten.
In der Praxis liegt die Steuerlast auf den mutmaßlichen Gewinn für ein Unternehmen, das Dienstleistungen erbringt, tendenziell bei etwa 13,33 % bis 16,33 % (variiert je nach ISS-Satz in Ihrer Gemeinde).
Der Wendepunkt
Der vermutete Gewinn ist in der Regel vorteilhafter als der Simples Nacional, wenn:
- Der Umsatz des Unternehmens wächst stark: In Simples treiben Umsätze über 100.000 €/Monat den effektiven Steuersatz in sehr hohe Bereiche. Beim geschätzten Gewinn bleibt der Satz stabil, unabhängig davon, ob Sie 100.000 oder 1 Million verdienen.
- Geringe Lohnsumme (R-Faktor): Dienstleistungsunternehmen ohne viele CLT-Mitarbeiter (weniger als 28 % des Umsatzes) bleiben in Anhang V der Simples (15,5 %) stecken. Der Wechsel zu Presumptive Profit kann diese Belastung verringern.
Simulation des Austauschs
Diese Entscheidung kann nicht auf Ahnungen beruhen. Sie müssen Ihre jährliche Umsatzprognose mit Ihrer genauen Gehaltsabrechnung vergleichen.
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